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Die Vereinsgeschichte
Am 15.03.1990 fanden sich 15 Sportschützen und Übungsleiter aus verschiedenen Sektionen Sportschiessen der Stadt, sowie Schiedsrichter des DSV, zusammen und gründeten den "Schützenverein Chemnitz 1990 e. V."
In der Satzung wird erklärt, dass neben dem sportlichen Schießen auch die progressiven Traditionen der alten Chemnitzer Schützen weitergeführt werden. Den Namen der vor 1933 größten, bekanntesten und erfolgreichsten Schützenvereinigung der Stadt, die "Privilegierte Scheibenschützengesellschaft Chemnitz", mit ihrem Pistolenschützenverein und ihrer Jugendabteilung, mochte man jedoch nicht annehmen.
Bald waren aus der guten Handvoll Gründungsmitglieder 100 und nun 130 geworden. Neben den Schützen der "übernommenen" Disziplinen Druckluft und KK, gibt es auch Mitglieder, die mit Gebrauchswaffen und Ordonnanzgewehren z. T. recht erfolgreich schießen.
Seit 1990 errangen Schützen unserer Gemeinschaft 56 mal den Titel eines Meisters des Sächsischen Schützenbundes, belegten nicht gezählte Male zweite und dritte Plätze. Nur bei der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in München kamen unsere Teilnehmer leider noch nicht auf Medaillenränge.
Wir belebten die wohl älteste Tradition des wettkampfmäßigen Schießens unserer Stadt, das Pfingstschießen, wieder und entwickelten auch neue Traditionen:
- Seit 1994 rufen wir zu Pfingsten, in Erinnerung an das bekannte "Pfingstschießen" der alten Chemnitzer Schützen, zum Schießen um den "Wanderpokal des Oberbürgermeisters der Stadt Chemnitz" (KK, 60lgd), den die Schützen unseres Vereins endlich 1999, 2000 und auch 2001 erringen konnten;
- Nach den Landesmeisterschaften jeden Jahres laden wir zum "Freie-Pistole-Cup" ein;
- Im spätesten Herbst bzw. frühen Winter treffen sich alljährlich Schützen aus Sachsen und anderen Bundesländern, um den jeweils neuen Besitzer des "Metten-" (SpoPi), des "Fuchs-" (SpoPi) und des "Nussknacker-Pokals" (GP) zu ermitteln. Die Veranstaltung des Mettenpokals klingt jahreszeitlich, bei Kaffee und Stollen aus und man stößt, in Erinnerung an den Brauch der bergmännischen Mettenschicht, mit "Akzisefreiem" auf das Wohl der Sieger und Platzierten an. Der Pokal wurde von einem ehemaligen Bergmann gestiftete und ist eine Holzfigur in der Tracht eines "Schneeberger Berghauptrnannes".
- Kurz darauf, Anfang Februar, findet dann das "Chemnitzer Ordonnanzwaffen Schießen" (OG, GP, GR) statt.
- Natürlich ermitteln wir auch im Verein unseren Schützenkönig und schießen am "Männertag".
- Zur "Walpurgisnacht" macht das Geräusch unserer Büchsen den Flug der "Weiber" zum Tanz auf dem Brocken hörbar.
Bei entsprechenden Anlässen wird unser Verein auch durch die Gruppe der Salutschützen (mit bis zu 25 Rohren) lautstark vertreten.
Doch, nicht nur hören soll man uns! Unsere Devise: "Man redet oft viel über uns Schützen - nicht immer Kluges, häufig Falsches - man soll jedoch von uns sprechen".
Was wir dazu brauchen? Mehr Teilnehmer an den regelmäßigen Übungsveranstaltungen, bei denen unsere Trainer jedem, der es wünscht, fundierten und fachlichen Rat erteilen; Teilnehmer, die sich das Ziel setzen, erfolgreich in Wettkämpfen abzuschneiden; eine große Zahl junger Schützen im Schüler- und Jugendalter.
Und mehr die "tun", als solche, die sagen "man müsste"! Ein zäh zu bearbeitender Boden! Doch man sagt uns Schützen ja auch Beharrlichkeit nach.
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